Tipps zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln

OBST UND GEMÜSE

Obst und Gemüse ist für eine längere Lagerung, nur wenn diese im Herbst geerntet wurden, geeignet. Sommergemüse und Obst hat meist einen zu hohen Wassergehalt, um lange frisch zu bleiben. Die Früchte müssen für die Lagerung jedenfalls einwandfrei sein, sie dürfen keine Druckstellen aufweisen oder von Schädlingen befallen sein.

Kraut oder Kohlköpfe sollten nach der Ernte ein paar Tage im Freien liegen gelassen werden. Das Gemüse kann sich so an die neuen Umweltbedingungen anpassen. Danach die Außenblätter entfernen und nebeneinander in Stellagen legen. Bei wenig Platz können die Köpfe auch auf Haken an die Decke gehängt werden.

Wurzelgemüse hält sich besonders gut, wenn es ungewaschen in Sand eingelegt wird. Der Sand sollte feucht sein, um ein Austrocknen von Karotten, Sellerie und Co zu verhindern. Schicht für Schicht eine Kiste befüllen. Die Sandschichten sollten jeweils etwa 20 cm hoch sein.

Salat hält sich im Kühlschrank einige Tage, wenn er in ein feuchtes Tuch eingeschlagen wird. Auch Spargel, Spinat oder Vogerlsalat halten sich so 1-2 Tage. Wer einen eigenen Garten hat, sollte Salat laufend ernten und möglichst frisch verbrauchen. Eine andere Methode ist, den Strunk leicht anzuritzen und in eine Schale mit Wasser zu legen.

Zwiebel und Knoblauch sollten vor der Lagerung gut getrocknet werden. Ein warmer, trockener Dachboden eignet sich besonders gut. Sobald die Außenblätter trocken sind, lagert man Zwiebelgewächse in Kisten oder zu Zöpfen gebunden an einem trockenen, dunklen Ort.

Erdäpfel benötigen viel Beachtung. Wichtig ist, dass die Temperatur im Lagerraum nicht unter 4°C sinkt, sonst wird die Stärke in den Knollen in Zucker umgewandelt. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 7°C. Der Raum sollte trocken und dunkel sein, um die Bildung von Solanin (grüne Stellen) zu verhindern. Stapeln Sie Erdäpfel max. 40 cm hoch, sonst müssen die untersten Knollen zu viel Gewicht tragen und bekommen Druckstellen.

Kürbisse: Sorten mit harten Schalen können mehrere Wochen im Keller gelagert werden. Wichtig ist, die Früchte hin und wieder auf Druckstellen zu untersuchen, da sie dort zu faulen beginnen. Besonders lange halten sich Kürbisse, wenn man den abgeschnittenen Stängel mit Wachs versiegelt.

Äpfel und Birnen verströmen sehr viel Reifegas und sollten – sofern es die Platzmöglichkeiten zulassen – getrennt von anderem Obst und Gemüse gelagert werden. Gegebenenfalls kann eine Abtrennung im Lagerraum angebracht werden. Kernobst sollte sortenrein und nur in einer Schicht in Steigen oder auf Regalbrettern aufbewahrt werden.

Unser Tipp: Für Haushalte mit eigenem Garten bietet der Keller nach wie vor - neben dem Tiefkühlgerät - eine gute Aufbewahrungsmöglichkeit. Besonders wichtig für eine optimale Lagerung sind die Umgebungsbedingungen, ideal sind ein dunkler Raum mit 85-90% Luftfeuchtigkeit und 4-5°C Raumtemperatur. Wichtig ist auch der Luftaustausch, damit die entstehenden Reifegase (Ethylengase) entweichen können. In einem Keller mit gestampften Erdboden regelt sich die Luftfeuchtigkeit von alleine. Sollte Ihr Keller zu trocken sein, können Sie als Alternative einige feuchte Ziegelsteine in den Raum legen. Die Ziegel geben das Wasser an den Raum ab; auch ein feuchter Sandhaufen hebt die Luftfeuchtigkeit.

Lagerung im Kühlschrank: Bei der Lagerung im Kühlschrank ist auf die unterschiedlichen Temperaturen zu achten. In einem optimal eingestellten Kühlschrank hat es zwischen 0° und 12°C. In der Obst- und Gemüselade können Blatt- und Wurzelgemüse, Kohlsorten, Spargel, Kirschen, Erdbeeren und alle anderen Sorten bei 8°-10°C zwischengelagert werden. Für exotische Südfrüchte ist es dort allerdings schon zu kalt. Auf der Glasplatte über der Gemüselade ist es am kältesten, daher sollten dort Fisch und Fleisch aufbewahrt werden. Nach oben hin wird es immer wärmer, Butter und Käse fühlen sich dort wohler. Unreifes Obst und Gemüse kann im Kühlschrank nicht nachreifen und sollte daher bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Wasserarmes Obst und Gemüse wie Radieschen, Lauch oder Brokkoli kann einige Tage im Gemüsefach aufbewahrt werden – Vitamine und bioaktive Substanzen bleiben gut erhalten! Wasserreiches Obst und Gemüse wie Paprika, Gurken, Paradeiser,…sollten besser in einem kühlen Raum (ideal 10°C) lagern, da es sonst weich wird und an Geschmack verliert. Zudem leidet das Aroma, weil es leicht fremde Gerüche aus dem Kühlschrank annimmt.

GETREIDE

Kauf von trockenem und gut gereinigten Getreide kaufen

Schutz vor Feuchtigkeit – kein Küchendunst!

Schutz vor Fremdgerüchen

Optimale Lagertemperatur ca. 15°C

Schutz vor Licht

Wöchentlich durchschütteln und gut belüften

Schutz vor Motten

Getreide ist ca. 2 Jahre lagerfähig

ÖLE UND FETTE

kühl, dunkel, gut verschlossen

ansonsten werden sie schnell sauer - Fettsäuren werden abgespalten/enzymatisch, ranzig - unter Sauerstoffeinwirkung entstehen Fett Hydroperoxide diese werden abgebaut zu Aldehyden u. Lactonen, zu Mono- bzw. Dicarbonsäuren

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