Alles über die Lebensmittelkennzeichnung und worauf Sie achten müssen!

Lebensmittelkennzeichnung

Die Lebensmittelkennzeichnung beruht auf den Grundlagen des Lebensmittelgesetzes, der Lebensmittelkennzeichenverordnung der EU und regelt Folgendes:

Lebensmittelsicherheit

Schutz der menschlichen Gesundheit

Schutz vor Täuschung des Konsumenten

Risikobestimmung

Vorsorgeprinzip

Transparenz

Konsumenten sollen über die Zusammensetzung, die Haltbarkeit und den Lagerbedingungen umfassend informiert werden.

Was sind die Kennzeichnungsmerkmale auf Verpackungen?

  1. Verkehrs- oder Sachbezeichnung
  2. Mengenangabe
  3. Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum
  4. Name und Anschrift des Erzeugers, Verpackers oder Verkäufers

Zutatenverzeichnis

Das Zutatenverzeichnis enthält alle Inhaltsstoffe in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils. An erster Stelle steht die Zutat, von der am meisten, an letzter Stelle jene, von der am wenigsten bei der Herstellung des Produktes verwendet wurde (z.B. Zusatzstoffe, Aromen, Enzyme).

Das Zutatenverzeichnis gibt Aufschluss über:

Verwendete Zutaten

Wertbestimmende Bestandteile („QUID")

Allergene

Zusammengesetzte Zutaten

Zusatzstoffe

Aromen

Ausnahme: der chemische Name des Aromas muss nicht angegeben werden.

Hinweis: ZUTATEN und ZUSATZSTOFFE werden oftmals leicht verwechselt: alle Zusatzstoffe gehören zu den Zutaten. Nur ein Teil der Zutaten sind Zusatzstoffe.  

E-Nummern: Jede einzelne E-Nummer steht für einen spezifischen Zusatzstoff. Vor einer dreistelligen Nummer kann auch der Name des Zusatzstoffes stehen - Farbstoffe - E100 bis E180. Auch die Herstellungsart und der Rohstoff, aus dem der Zusatzstoff erzeugt wird, müssen meistens nicht angegeben werden.

Was ist QUID?

QUID ist die Abkürzung für “Quantitative Ingredient Declaration“ und bedeutet eine mengenmäßige Zutatendeklaration.

In unterschiedlichen Ländern des europäischen Wirtschaftsraumes kann ein und dieselbe Sachbezeichnung eine andere Rezeptur besitzen wodurch das Lebensmittel unter Umständen billiger sein kann. Diese Unterschiede hat der Gesetzgeber durch die QUID- Verordnung geregelt.

Allergen-Kennzeichnung

Kennzeichnung allergener Stoffe:

Durch die verpflichtende Kennzeichnung von Allergenen soll Konsumenten, die überempfindlich auf bestimmte Stoffe reagieren, die Möglichkeit gegeben werden, diese Stoffe auf der Zutatenliste zu erkennen. Diese Kennzeichnung muss auf dem Etikett aufscheinen.

Beispiele der Textierung: glutenhaltiges Getreide, Krebstiere und Krebstiererzeugnisse, Eier und Eierzeugnisse, Fisch und Fischerzeugnisse, Erdnuss und Erdnusserzeugnisse, Soja und Sojaerzeugnisse, Milch und Milcherzeugnisse, Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenlandnuss und deren Erzeugnisse), Sellerie und Sellerieerzeugnisse, Senf und Senferzeugnisse, Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse, Weichtiere und Weichtiererzeugnisse, Lupinen und Lupinenerzeugnisse. Schwefeldioxid und Sulfite werden in einer Konzentration von mehr als 10 mg/kg oder 10 mg/l als SO2 angegeben.

Nährwertkennzeichnung

Die Nährwertkennzeichnung erfolgt grundsätzlich auf freiwilliger Basis.

Die Nährwerte müssen in einer ganz bestimmten Reihenfolge untereinander angegeben werden.

Man unterscheidet zwischen 4 oder 8 Angaben:

Die großen 4 - Brennwert: kJ & kcal, Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett

Die großen 8 - Brennwert: kJ & kcal, Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Zucker, gesättigte Fettsäuren, Ballaststoffe, Natrium

Gütesiegel und andere Zeichen

AMA-Gütesiegel mit dem Schriftzug Austria

  1. Die Rohstoffe stammen von heimischen Bauern wobei die Be- und Verarbeitung in Österreich erfolgen muss. Zu 100 % aus Österreich.
  2. EAN-Code (Europäische Artikelnummerierung)

Auf Verpackungen tierischer Produkte, die innerhalb der EU erzeugt wurden, ist ein Genusstauglichkeitsidentitätskennzeichen vorhanden.

Biokennzeichnung: informieren Sie sich ausführlich auf der ISS-FIT- Seite:

http://www.iss-fit.com/biologisch-gegen-gentechnik

 

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