Vor- und Nachteile von Diäten

Wie sinnvoll sind eigentlich Diäten?

Hier noch einige weitere Diäten zum Vergleich.

KFZ-Diät

Trennkost nach Summ

Was wird hier gegessen?

KFZ: Kohlenhydrate – Fette – Zwischenmahlzeiten. Kohlenhydrate dürfen morgens und mittags eingenommen werden, abends Speisen mit etwas Fett, gemischt mit Eiweißreichem wie Fleisch oder Fisch. Dazu maximal zehn Gramm Kohlenhydrate. Zusätzlich zweimal täglich Zwischenmahlzeiten bestehend aus Gemüse oder fettarmen Milchprodukten.

In den ersten zwei bis drei Wochen werden wenig Kohlenhydrate zu sich genommen. Ab der vierten Woche kommt es zu einer langsamen Steigerung der Kohlenhydrate. Es werden jedoch jene empfohlen die den Blutzucker langsam ansteigen lassen wie z.B. Vollkornprodukte. Ab diesem Zeitpunkt kommt es zu einer dauerhaften Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten. Obst und Gemüse sind erlaubt.

Was wird Ihnen hier versprochen?

Dauerhaftes Abnehmen, ohne zu hungern. Die getrennte Aufnahme von Fett und Kohlenhydraten fördert die Gewichtsreduktion. Zwischenmahlzeiten verhindern das Aufkommen von Heißhunger.

Das Konzept besteht darin Kohlenhydrate in den ersten drei Wochen fast zu vermeiden um somit den raschen Anstieg des Blutzuckers und den Heißhunger zu verhindern. Bis zu fünf Kilo soll der Gewichtsverlust in der ersten Woche betragen. Danach unterstützt die Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten das Abspecken.

Was kann die Diät wirklich?

Der Speiseplan enthält viel Obst, Gemüse, wenig Fett.

Die reduzierte Energieaufnahme in der Anfangsphase begünstigt tatsächlich das Abnehmen. Ab der fünften Woche wird eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit wenig Fett und Zucker gefördert.

Fazit!

VorteiI: Die Gewichtsreduktion funktioniert kurzfristig gut.

Nachteil: Strikte Vorgaben lassen keine große Speisenauswahl zu. Kohlenhydratreiche Gerichte werden fast gänzlich ohne den Geschmacksträger Fett zubereitet, darunter leidet häufig der Genuss, was kontraproduktiv für eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist. Diabetikern wird empfohlen, vor Diät-Beginn einen Arzt zu konsultieren.

Vorteil: Das Abnehmen gelingt. Nach drei bis vier Wochen Diätphase sind sukzessive wieder mehr Kohlenhydrate in Form von Kartoffeln, Vollkorngetreide und Naturreis zugelassen. Langfristig ergibt sich so eine abwechslungsreiche Ernährungsweise mit hohem Obst- und Gemüseanteil. Außerdem sättigt die Kost und Iiefert ausreichend Nährstoffe.

Nachteil: Aufwendiges Konzept. Zudem ist die Theorie nachweislich Humbug – man nimmt also aus anderen als den versprochenen Gründen ab. Aber warum nicht?

Metabolic-Balance

Ich bin dann mal schlank

Was wird hier gegessen?

Drei Mahlzeiten täglich, jede beginnt mit Eiweiß, wie Fleisch oder Joghurt. Metabolic-Balance umfasst eine Kost mit wenig Fett und Kohlenhydraten, zudem Obst und Gemüse mit niedrigem glykämischen lndex. Auswahl und Mengen der Nährstoffe werden vor allem nach der Analyse des Blutbildes bestimmt.

Eiweißreiche Diät – und zugleich kohlenhydrat und fettreduziert: Fleisch, Fisch, fettarme Milchprodukte, dazu Obst und viel Gemüse. Kohlenhydrate wie Vollkornbrot oder Kartoffeln sollen morgens, spätestens jedoch zu Mittag gegessen werden. Am Abend wird eiweißhaltiges, wie Fleisch mit Gemüse zu sich genommen.

Was wird Ihnen hier versprochen?

Anhand der Bestimmung der Blutwerte und weiteren persönlichen Daten wird ein Ernährungsplan mit einer exakter Speisenliste erstellt, der die „ Körperchemie“ mit der „Nahrungsmittelchemie“ in eine metabolische Balance bringen soll. Lange Pausen zwischen den Mahlzeiten sollen den Insulinspiegel niedrig halten, Fett abbauen sowie die Vitalität erhalten.

Innerhalb von acht Wochen werden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten umgestellt. Besonders am Abend sind die Kohlenhydrate zu reduzieren, damit die nächtliche Fettverbrennung effektiv arbeiten kann. Als Ersatz kommt sättigendes Eiweiß auf den Speiseplan als Baustoff für die Muskulatur. Eine höhere Muskelmasse verbraucht permanent mehr Energie.

Was kann die Diät wirklich?

Ein Zusammenhang zwischen Blutbild und Gewichtsreduktion ist nicht nachweisbar. Auch die Lebensmittelauswahl auf Basis von Laborwerten ist wissenschaftlich nicht belegt - ebenso wenig die Behauptung, lange Pausen zwischen den Mahlzeiten würden das Abnehmen begünstigen. Der stark kalorienreduzierte Speiseplan führt aber zwangsläufig zu Gewichtsverlust.

Die Kost enthält wenig Kalorien, daher nimmt man automatisch ab; zudem sättigt Eiweiß schneller. Der niedrigere Anteil an Kohlenhydraten bremst die Insulinausschüttung und kurbelt so die Fettverbrennung an. Eine Gewichtsreduktion ist nicht belegt. Muskeln benötigen mehr Energie als Fettgewebe – dadurch wird das Abnehmen unterstützt.

Fazit!

Vorteil: Eine zwölfmonatige Studie ergab eine Abbrecherquote von 38,4 Prozent, was ein vergleichsweise niedriger Wert ist. Die verbliebenen Teilnehmer hatten nach einem Jahr im Durchschnitt 6,8 Kilogramm abgenommen.

Nachteil: Die Umstellungsphase dauert mindestens zwei Wochen – die sehr strengen Vorgaben einzuhalten erfordert viel Selbstdisziplin. Und: "Metabolic Balance“ ist teuer. Auch deshalb halten vermutlich viele Teilnehmer nicht durch.

Vorteil: praktikable Anleitung  für eine dauerhafte Lebensstiländerung, die auch Bewegung miteinbezieht. Alle Maßnahmen führen zu einer ausgewogenen Ernährung, die das Gewicht schwinden lässt.

Nachteil: Nach derzeitigem Wissensstand gibt es keinen Nachweis dafür, dass das Einsparen von Kohlenhydraten am Abend zu einer höheren Gewichtsreduktion führt als tagsüber. Daher ist dieser Teil des Ernährungsplans unschlüssig.

Weight Watchers

Brigitte-Diät

Was wird hier gegessen?

Alles darf gegessen werden aber maßvoll. Lebensmittel werden nach ihrem Fett- oder Eiweißgehalt mit Punkten bewertet. Obst und Gemüse haben null Punkte. Empfehlung: zweimal täglich Kalziumreiches wie Milchprodukte - fünfmal täglich Obst und Gemüse. Die Nahrung darf beliebig kombiniert werden, bis das tägliche Punktelimit erreicht ist.

Eine fettarme Mischkost bei der man sich morgens und mittags mit leicht erhöhtem Eiweißanteil ernährt. Am Abend werden eiweißhaltige Gerichte wie Fleisch, Fisch oder Eier erlaubt, Kohlenhydrate jedoch nur in geringen Mengen. Pro Tag 1200 bis 1400 Kilokalorien. Drei Mahlzeiten pro Tag mit Nahrungsmitteln die viel Volumen haben wie z.B. Brokkoli, aber wenig Energie liefern. Zwischen den Mahlzeiten sollen tagsüber vier, nachts zehn Stunden Esspause liegen.

Was wird Ihnen hier versprochen?

Die fettreduzierte Mischkost solI zu einem Energiedefizit im Körper führen und so zu einer durchschnittlichen Gewichtsabnahme von zirka einem Kilogramm pro Woche führen. Regelmäßige Einzel- und Gruppentreffen sollen das Ernährungsverhalten schulen, motivieren und zum Durchhalten anspornen.

Der Verzicht auf Kohlenhydrate am Abend verringert die Insulinausschüttung, damit die Fettverbrennung ungestört und effektiv arbeiten kann. Zwischenmahlzeiten sollen unterbleiben, damit der Körper in den Esspausen mehr Fett verliert. Der hohe Eiweißgehalt und das hohe Volumen machen satt bei insgesamt geringer Kalorienzahl.

Was kann die Diät wirklich?

Das Punktesystem orientiert sich an Alter, Geschlecht und Ausgangsgewicht. Ermittelt realistische Ziele, macht das Kalorienzählen überflüssig und ist alltagstauglich. Lässt viel Gestaltungsspielraum für seine Lieblingsrezepte und erleichtert das Abnehmen. Kalziumreiche Speisen wie Topfen/Quark sättigen durch hohen Eiweißgehalt und sind wichtig für den Erhalt der Knochensubstanz.

Durch die kalorienreduzierte Mischkost nehmen die Teilnehmer ab. Die Speisen mit ihrem hohen Volumen beziehungsweise erhöhten Eiweißanteil fördern zudem die Sättigung. Die Esspausen zwischen den Mahlzeiten begünstigen tatsächlich die Fettverbrennung, doch ist auch bei dieser Diät unklar, ob die gesetzten Maßnahmen wirklich zu dem gewünschten Gewichtsverlust führen.

Fazit!

Vorteil: Das Konzept fördert die langfristige Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung und Sport, da durch die Bewegung zusätzliche Punkte erworben werden. Unabhängige Studien zeigen, dass regelmäßige Einzel- oder Gruppentreffen verhindern in alte Essgewohnheiten zurückzufallen.

Nachteil: Die Gruppen bestehen manchmal aus mehr als 30 Teilnehmern, was Individualisten abschrecken könnte.

 

Vorteil: Eine langfristige Änderung des Essverhaltens wird gefördert. Mehrere Diätpläne stehen zur Auswahl und können beliebig nach individuellen Vorlieben kombiniert werden. Mit den ansprechenden Rezepten wird eine vollwertige, nährstoffreiche Kost erreicht.

Nachteil: Weder wird durch den Verzicht auf Kohlenhydrate am Abend noch durch die Einhaltung der Esspausen der gewünschte Gewichtsverlust erreicht. Die Diät ist ungeeignet für Menschen, die ungern kochen oder nach einem vorgegebenen Ernährungsplan leben.

Fit-for-Fun-Diät

PfundsFit

Was wird hier gegessen?

Bei dieser Diät werden Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, wie beispielsweise in Obst und Gemüse enthalten, verwendet. Verteilt auf fünf Mahlzeiten am Tag, dazu Vollkornprodukte – sowie hochwertige ungesättigte Fette aus pflanzlichen Ölen, Fisch und Nüssen. Dazu wird Eiweiß in Form von fettarmen Fleisch, mageren Milchprodukten oder Hülsenfrüchten kombiniert.

Wichtigstes Gebot: Die Kost muss fettreduziert sein, sollte nicht mehr als 60 bis 70 Gramm Fett täglich enthalten. Gezählt wird der Fettgehalt der Speisen durch ein Punktesystem – anhand sogenannter „Fettaugen“. Ein Fettauge entspricht drei Gramm Fett. Zudem sieht das Konzept Bewegung in Alltag und Freizeit vor.

Was wird Ihnen hier versprochen?

Das Konzept basiert auf drei Säulen: Ernährung, Bewegung und Entspannung. Da weniger Insulin ausgeschüttet wird, bleibt man länger satt. Ballaststoffe und Eiweiße verstärken die Sättigung zusätzlich und ermöglichen ein nachhaltiges Abnehmen. Das Abnehmziel wird durch Sport unterstützt. Entspannung kann durch Yoga erreicht werden.

Fett enthält mehr Kilokalorien pro Gramm als Eiweiß oder Kohlenhydrate, daher macht fettreiches Essen dick. Mit einem zehnwöchigen Programm aus fettarmer Mischkost sollen, ohne Druck, neue Verhaltensweisen eingeübt und damit die Voraussetzungen für ein dauerhaftes "Wohlfühlgewicht“ geschaffen werden.

Was kann die Diät wirklich?

Der Schwerpunkt liegt auf der langfristigen Ernährungsumstellung. Mit der fett- und kalorienreduzierten Kost lässt sich das Gewicht um bis zu zwei Kilo pro Monat reduzieren. Der höhere Eiweißanteil sättigt nachweislich. Bewegung ist von Vorteil. Durch die Entspannung wird der Stress, der oftmals zum Essen verführt, abgebaut.

Dieses von dem bekannten Ernährungspsychologen Volker Pudel propagierte Konzept der Fettreduktion spart Kilokalorien ein, das Gewicht kann somit gesenkt werden. Das eigene Ess- und Bewegungsverhalten wird miteinbezogen, so können ungünstige Essgewohnheiten erkannt und geändert werden.

Fazit!

Vorteil: ein überzeugendes Konzept, günstig für all jene die langfristig und nachhaltig ihre Ernährung umstellen und sich mehr bewegen wollen. Die Nährstoffversorgung ist ausgewogen. Die Gerichte sind schmackhaft.

Nachteil: Man nimmt nur langsam ab. Geduld ist erforderlich und fördert das Einüben neuer Essgewohnheiten. Dennoch empfehlenswert.

Vorteil: Die Diät fördert einen besseren Lebensstil. Erkenntnisse aus der Ernährungspsychologie besagen, dass zu starke Kontrolle beim Abnehmen kontraproduktiv ist und sogar zum Auslöser für Essstörungen werden kann.

Nachteil: Der Kohlenhydratanteil ist nicht eingeschränkt. Da der Eiweißgehalt relativ niedrig gehalten ist, leidet der Sättigungsgrad. Aus dieser Erkenntnis korrigierte Volker Pudel seine Empfehlung, nach einem geringeren Kohlenhydrat- und höheren Eiweißanteil.

Ich nehme ab

FDH – Friss die Hälfte

Was wird hier gegessen?

Als Basis reichlich Kohlenhydrate, vor allem Vollkornprodukte, Wildreis und Kartoffeln. Dazu täglich fünf Portionen Gemüse oder Obst. Fleisch gibt es nur in geringen Maßen und Fisch zweimal pro Woche. Darüber hinaus fettarme Milchprodukte und nicht mehr als einen Esslöffel Öl und zwei Esslöffel Butter täglich.

Die gewohnten Speisen können beibehalten werden lediglich die Menge wird halbiert. Das Verhältnis der Nährstoffe, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß spielt dabei keinerlei Rolle. Reichlich Mineralwasser dient als Hungerstiller.

Was wird Ihnen hier versprochen?

Das Programm sollte mindestens drei Monate dauern um ein schrittweises Umstellen des Ernährungsverhaltens zu erreichen. Täglich 1300 Kilokalorien. Im Verlauf von zehn bis zwölf Wochen ist es möglich fünf bis sechs Kilogramm abzunehmen.

Eine simple Diät, ohne Ernährungspläne, ohne Zeitaufwand, in der es nur darum geht die Hälfte der üblichen Menge an Nahrung zu sich zu nehmen. Gewohnheiten und Lieblingsspeisen könnten unverändert beibehalten werden. Durch die Halbierung von Mahlzeiten wird automatisch Gewicht reduziert.

Was kann die Diät wirklich?

Die sinnvollen, nicht radikalen Abnehmziele sind durchaus erreichbar. Die Empfehlung, einzelne Teile des Programms zu wiederholen, erhöht die Erfolgsaussichten.

Man nimmt ab. Die Wahrscheinlichkeit nicht satt zu werden ist jedoch hoch. Damit steigt die potenzielle Gefahr einer vorzeitigen Beendigung der Diät und verbunden damit eine anschließenden Gewichtszunahme.

Fazit!

Vorteil: alltagstauglich, die Diät ist abwechslungsreich und der Zeitaufwand überschaubar. Der Nährstoffbedarf wird gedeckt. Langfristig gesündere Essgewohnheiten werden gefördert.

Nachteil: Die Empfehlung, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen, entbehrt einer wissenschaftlichen Grundlage, sie schränkt den individuellen Spielraum unnötig ein. Dennoch eine der empfehlenswerteren Diäten.

Vorteil: kein gesonderter Ernährungsplan notwendig. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Einzelne Tage mit hoher Kalorienzufuhr lassen sich in den darauffolgenden Tagen leicht ausgleichen.

Nachteil: ungesunde Essgewohnheiten wie etwa zu vieI Fett oder Zucker werden nicht verändert. Eine Mangelversorgung ist unausweichlich. Nicht empfehlenswert.

 

Wenn wir uns richtig ernähren, sind Diäten, egal in welcher Form unnötig. Zu einer Ernährung zu finden, die wirklich alltagstauglich ist, mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt um einen gesunden und schlanken Körper ohne Pillen, Shakes, usw. zu erhalten, erfahren Sie im kostenlosen ISS-FIT- Ernährungstraining.

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