Wissenswertes über Diäten

Das Idealbild in der heutigen Welt heißt: "SCHLANK"

Wir leben in einer Welt, die Schlankheit zum Ideal hochstilisiert. Abgemagerte Models lachen von Plakaten und aus Zeitschriften, selbst Filmstars werden immer dünner. Herr und Frau Normalverbraucher können da meist nicht mithalten, selbst Normalgewichtige fühlen sich häufig schon zu dick. Immerhin 217 Millionen EuropäerInnen, schätzt der Statistikdienst Datamonitor, versuchen pro Jahr mit einer Diät Gewicht zu verlieren. Auf Österreich bezogen bedeutet das: Stolze 3,9 Millionen ÖsterreicherInnen halten jährlich eine Diät.

Kinder und Jugendliche  

Von den 7-14 jährigen Schulkindern sind 24% übergewichtig oder adipös (fettleibig). Übergewicht ist im Vergleich zu 2008 von 11 auf 17% gestiegen. Beim schweren Übergewicht  (Fettleibigkeit) ist die Häufigkeit bei Buben gleich geblieben, bei Mädchen gesunken. Knapp 4%  der Kinder und Jugendlichen sind untergewichtig. Mädchen doppelt so häufig wie Buben.

Erwachsene  

40 Prozent der 18-64 Jährigen sind übergewichtig, 12% davon adipös. Übergewicht und Adipositas steigen mit zunehmendem Alter bei beiden Geschlechtern an, wobei beides bei Männern deutlich häufiger auftritt (Männer: 52%, Frauen: 28%). Untergewicht tritt selten auf (2%). (Quelle: Österreichischer Ernährungsbericht 2012)

Der Trend zur Diät

Doch Traum und Wirklichkeit könnten nicht weiter auseinander klaffen: Laut WHO sind weltweit über eine Milliarde Erwachsener übergewichtig. In Europa sind das 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung. Die Folgen: einerseits Diätwahn, andererseits eine extreme Fettleibigkeit in den USA und der damit verbundenen Angst vor Krankheiten. Erschreckend ist, dass etwa ein Drittel der 10-jährigen Mädchen und Jungen bereits Diäterfahrungen gemacht haben. Und zwei Drittel der 13- bis 14-jährigen würden gerne besser aussehen und dünner sein.

Die Gene

Sättigungsgefühl, Grundumsatz und Bewegungsfreude sind zu 60 bis 80 Prozent genetisch festgelegt. Die Verantwortung dafür ob die genetischen Erbanlagen für Übergewicht zum Tragen kommen liegt jedoch bei Familie und Umwelt. Studien mit eineiigen Zwillingen, die in verschiedenen Familien aufwuchsen, bewiesen den starken Einfluss von Familie und Umwelt in Bezug auf Übergewicht. Während der erste Zwilling auf Grund falscher Ernährung stark übergewichtig wurde, behielt der zweite Zwilling auf Grund ausgewogener Ernährung sein Normalgewicht. Übergewicht ist die Summe vieler verschiedener Faktoren wie emotional, ökonomisch, sozial und kulturell. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war Nahrung so leicht verfügbar wie in den heutigen Industrieländern, die Versuchung zu viel Nahrung zu sich zu nehmen ist deshalb sehr groß.

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